Rapberry Pi zur Datenerfassung

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Die Idee:

Wir haben einen wassergeführten Kaminofen. Mit diesem erwärmen wir in der Übergangszeit und Winter das Wasser in einem knapp 800L Wasserspeicher.

Eigentlich ist es ein Wärmespeicher mit unterschiedlichen Temperaturzonen, ein sogenannter Schichtenspeicher. Unten  ist er am kühlsten, oben am wärmsten.
Im Speicher liegen Rohrwendel durch die das Trink- bzw. Heizungswasser zirkuliert und somit nach dem Wärmeübertragungsprinzip erwärmt wird.

Der Kaminofen steht im Wohn-/Essbereich. Wir heizen ihn immer dann an, wenn die morgentliche Raumtemperatur unter 19,5°C liegt oder das Wasser aus der Warmwasserleitung gefühlt zu kalt ist.
Problem dabei ist aber immer, dass wir die tatsächliche Temperatur im Wärmespeicher nicht kennen! Dazu müsste ich auf den Dachboden steigen und dort das analoge Messinstrument ablesen. Denn wäre die Temperatur noch hoch genug müsste ich den Ofen (noch) nicht anfeuern, sondern könnte die Räume auch über die vorhandenen Heizkörper beheizen.

Das gleiche am Abend: Wenn der Speicher gut gefüllt ist, könnte man aufhören Holz nachzulegen. Eine Einsparung an Holz, vor allem in der Übergangszeit, wäre so möglich.

Das Konzept:

Die Lösung für dieses Problem liegt für mich in der Einbindung eines gleinen Rechners ins WLAN-Netzwerk des Hauses. Dieser soll über angeschlossene Sensoren die Messwerte auf einer Internetseite, die auf dem selben Gerät gehostet und über DynDNS auch von entfernten Geräten wie dem Handybrowser oder eine kleine Androidapp eingesehen werden kann, anzeigen.
Gleichzeitig wäre es denkbar ein oder mehrere Displays im Haus die aktuellen Werte ausgeben zu lassen (das sehe ich aber als Spielerei und werde ich sicher so in der Art nicht realisieren).

Weiter wäre eine „Alarmierung“ via E-Mail-Service eine Option. Sinkt die Speichertemperatur unter die Einschaltgrenze der Gastherme, werde ich so benachrichtigt.

Der RaspberyPi erscheint mir hierfür besonders geeignet, zumal er I2C-Sensoren bzw. 1-wire Sensoren ansteuern und auswerten kann. Mit Raspian, einem Debianport für diese Plattform, daher kommt und zudem extrem günstig und stromsparend betrieben werden  kann.
Da ich mich mit Linux gut auskenne ist das nochmal ein Pluspunkt.

Die Hardware:

Ich habe mich für einen RaspberryPi  Modell B+ entschieden, da er sowohl leistungsfähig als auch gut erhältlich ist. Im Gegenzug zum Vorgängermodell hat er eine gute RAM-Bestückung und ist nochmal etwas Stromsparender geworden.

Als Sensoren habe ich einen DHT22 für die Umgebungsbedingungen am Dachboden (Beifang), sowie ein paar DS18B20 in wasserfester Ausführung bestellt. Mehrere … 10 Stück… weil ich auch gleich weitere interessante Temperaturwerte der Lüftungsanlage erfassen will und weil das 10er Set nicht viel teurer als das 5er-Set war und ich gerne auch eine Reserve habe, falls ich mich mal Verbastel 😀

Wie in meiner Serie „Fernzugriff auf den Raspberry Pi“ zu sehen ist, bin ich auch schon eifrig daran die Softwarevorraussetzungen für den geplanten Betrieb zu schaffen.

—to be continued—

 

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Macht's gut und danke für den Fisch! (Douglas Adams)