Der Raspberry Pi von Oben gesehen

Fernzugriff auf den Raspberry Pi – Teil 1

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Grundlagen

Was ist Fernzugriff?

Der Raspberry Pi mit Tastatur, Maus und an einen Fernseher, Display oder Monitor angeschlossen ist eine feine Sache! Was aber wenn er am Dachboden hängt oder im Keller platziert ist um dort vielleicht Messaufgaben oder Serveraufgaben wahrzunehmen? Dort hat man oft keine Tastatur, Maus oder Display zur Hand.  Man muss also den Raspberry auch ohne diese Dinge – aus der Ferne – ansprechen können.
Die Idee ist also, von einem anderen Rechner im Netzwerk auf den Raspberry so zuzugreifen bzw. ihn bedienen, als wäre er direkt neben einem „wie gewohnt“ verbunden.

Womit werde ich es zu tun bekommen und mit was muss ich mich anfreunden?

Hierzu gibt es unterschiedliche Techniken, jede hat ihre Vor- und Nachteile, aber in der Regel, kann man davon ausgehen, dass es gewisse komforteinschränkungen gibt und auch nicht alles immer mit nur einem Tool/Werkzeug zu erledigen ist.

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Das liegt hauptsächlich daran, dass man gewisse Einschränkungen hat:

1. Die Daten (Tastatureingaben, Mausbewegungen, Klicks, Bilddaten, Dokumentinhalte usw.) müssen über eine mehr oder weniger schnelle Verbindung transportiert werden.

2. Der Zugriff soll in der Regel nicht für jeden uneingeschränkt möglich sein!
Beispiel: Hängt der Raspberry Pi im eigenen Netzwerk, und ist von hier aus ansprechbar, dann kann jeder andere, der auf dieses Netzwerk zugriff hat, auch potentiell auf den Raspberry Pi zugreifen!

3. Ist es nicht möglich andere von vornherein „auszusperren“ muss man die Übertragung so gestalten, dass „Lauscher und Spionierer“ nicht an wichtige Daten kommen.  Stichwort „Verschlüsselung und sichere Verbindung“
Beispiel: Steuert man Einbruchmelder mit dem Raspberry Pi, so sollen diese nicht von anderen deaktiviert oder manipuliert werden können. Auch einfachere Dinge möchte man vielleicht nicht öffentlich machen! In Frage kommen hier so simple Dinge wie Adressbücher, Passwörter, Medizinische Unterlagen usw.

4. Will man von „ganz draussen“, also von jedem beliebigenPunkt auf der Welt auf das System zugreiffen, muss man sich Gedanken über die Zugänglichkeit vom Internet aus machen.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Für die gewünschte Funktion gibt es viele Hilfsmittel, die man verwenden kann und die alle auf unterschiedliche Dinge spezialisiert sind.

In der Regel will man auf dem Raspberry vielleicht Dateien Speichern (Sicherungskopien von Software, Korrespondenz, Adressbücher, Musik und Videodateien etc.). Hierfür benötigt man – prinzipiell keine graphische Oberfläche, man braucht eigentlich nur ein Verzeichnis unter dem das alles liegt und auf welches man von anderen Rechnern zugreifen kann… es könnte so einfach sein, gäbe es nicht unzählige Möglichkeiten dies zu tun und würde nicht jede Firma und jeder Anbieter sein eigenes Süppchen kochen.
Eine andere Variante, die auch unter den Fernzugriff fällt ist ein Webserver. Seine eigene Webseite mit schönen Bildern zu veröffentlichen ist für viele schon längst ein Hobby, manchmal auch mehr geworden.

Und manchmal, möchte man einfach den schönen Desktop sehen, herumspielen, einstellungen verändern. Sei es weil man die „Konsole“ nicht mag (was durchaus auch nachvollziehbar ist) oder weil man einfach ein kleines Spiel auf seinem Raspberry spielen will (mit z.B. Raspian ist der Raspberry Pi nämlich ein Linuxsystem, für das es unzählige FREI erhältliche Programme und Spiele gibt. Mancher Windows- oder Macintoshnutzer fühlt sich leicht  erschlagen von der Fülle an Anwendungen, die großteils umsonst erhältlich sind, für die sie in ihrer gewohnten Anwendungsumgebung viel Geld investieren müssten. (Die Diskussion ist uralt, es gibt Vor- und bestimmt auch genügend Nachteile, aber darum geht es gerade nicht).

Und dann ist da noch der Anwender, der möchte an der Konfiguration des Pi’s etwas ändern, etwas Feintuning machen.

Für all diese Aufgaben werden in der Regel Protokolle (die Art und Weise wie etwas übertragen wird) benötigt und oft auch noch Server-/Clientarchitekturen, also Programme, die etwas anbieten (Server) und Programme, die dort etwas abrufen (Client) benötigt.

Hier eine kurze Übersicht der gängigsten Übertragungswege:

  • SSH (Secure Shell)
  • FTP / SFTP (File Transfer Protokoll bzw. SSH FTP)
  • HTTP / HTTPS (Hyper Text Transfer Protokoll bzw. HTTP Secure)
  • RDP (Remote Desktop Protokoll)
  • VNC (Virtual Network Computing)
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